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ICON - Leistung und Präzision

Der Icon bringt neue Impulse in die Königsklasse unseres Sport. Mit dem Icon kommt wieder ein echter EN-D Schirm von MAC PARA. Kompromisslose Leistung und sportliches Handling in Reinkultur. Der Icon wurde von Grund auf neu entwickelt und setzt die äußerst erfolgreiche Magus Serie fort, die seit vielen Jahren für höchste Performance in der D-Klasse steht.

 

Echtes EN-D Gefühl mit vielen Neuerungen

Der Icon wurde für erfahrene XC Piloten entwickelt, die den Komfort, die Sportlichkeit und die Performance eines kompromisslosen EN-D Dreileiners lieben. Die Konstruktion basiert auf unserer revolutionären „Leading-Edge-Technologie“. Sie kombiniert unser Know-How und unsere Erfahrung aus dem Bau des Elan und des Magus 9. Das Ergebnis ist ein leichter Schirm mit der Sicherheit unseres EN-C Schirms Elan und der Performance unseres Wettkampfschirms Magus 9.

 

Einzigartige Konstruktionsdetails für maximale Performance

Wir haben den Icon in vielen Details optimiert. Die perfekt ausbalancierte Kappe gibt ein sehr direktes Feedback und hat ein äußerst sportliches Handling. Mit seiner neu konstruierten Nase konnten wir eine beschleunigte Gleitleistung erreichen, die auch der D-Klasse ihresgleichen sucht. Die Kappe bleibt auch in harter Thermik gut beherrschbar und ist so einfach zu starten und zu landen wie Sie es von allen MAC PARA Schirmen kennen. Das neue Profil kombiniert mit einer leichten, verstärkten Eintrittskante ergibt eine extrem saubere und leistungsfähige Kappe. Dünne Galerie- und Stammleinen verringern den Luftwiderstand signifikant. Die extrem hohe Präzision unserer neuen 3D-Technologie im Zuschnitt, verbessert die Aerodynamik noch einmal. Mini Ribs an der Hinterkante, eine ausgeprägte Wölbung und verbesserte Stabilisatoren sind weitere Zutaten der Icon Performance.

 

Beste Materialien für eine lange Lebensdauer

Der Icon wird aus bewährten Skytex Tüchern gefertigt. Wir verwenden Skytex 40 mit Hard-Finish für die Haupt- und Diagonalrippen. Skytex 38 Classic wird für die externen Rippen sowie die Oberseite verwendet. Skytex 27 Classic wird für Unterseite verwendet. Die Galerie besteht aus unummantelten Edelrid Aramid/Kevlar Leinen, die Stammleinen sind ummantelte Liros PPSL Dynema Leinen. Die Tragegurte bestehen aus Kevlar/Polyester.

 

Sind Sie ein Icon Pilot?

Der Icon ist ein kompromissloser EN-D Dreileiner für ambitionierte Streckenpiloten, die mehr als 100 Flugstunden pro Jahr in allen Bedingungen absolvieren. Auch wenn der Schirm ein verzeihendes Handling aufweist, muss er aktiv geflogen werden, um sein volles Potential ausreizen zu können. Der Icon sollte nicht von Gelegenheitspiloten geflogen werden, hier sind unser Elan oder der Eden 6 die bessere Wahl.

 

Mein Icon…

Probefliegen, Farbe auswählen und die Größe bestimmen. Bei der Auswahl hilft Ihnen Ihr lokaler Händler vor Ort.

Größen: Der Icon ist in den Größen 24, 26, 29 erhältlich.
Seriendesigns: Die Hauptfarben sind Lime, und Weiß.
Spezialdesign: Gegen einen Aufpreis können wir faste alle Wunschfarben verarbeiten. 

 

H2 THERMIK TESTED

Gut Ding braucht Weile! Mit dem neuen Serienhochleister „Icon“ löst Mac Para den längst überfälligen Magus XC2 aus dem Jahre 2011 ab. Wir haben die tschechische XC-Maschine in „nordwindgewürzter“ Dolomitenthermik ausführlich getestet ...

Testpilot: Franz Sailer

Mac-Para-Fans mussten lange auf einen neuen Hochleister warten. Nun gibt der tschechische Gleitschirmproduzent in diesem prestigeträchtigen Segment wieder ein kräftiges Lebenszeichen von sich und schließt mit dem Icon (die Ikone/das Symbol) die Lücke zwischen dem Wettkampfschirm Magus 9 sowie dem C-Klasse-Schirm Elan. Mac-Para-Mastermind Peter Recek ließ sich mit der Neukonstruktion eines Nachfolgers Zeit, und zwar aus mehreren Gründen: Nach 2011, wo der Wettkampf bedingt durch Unfälle aufgerollt wurde (WM-neu), begann man bei Mac Para die ganze Schirmpalette zu überarbeiten und stellte dabei das Hochleistersegement vorläufig zurück. Mit dem XC-Intermediate Eden 6 und dem Sportklasseflügel Elan wurden zuletzt zwei essentielle Volumenmodelle in der B- bzw. C-Klasse lanciert, danach erst standen wiederum Kapazitäten für ein Hochleisterpro- jekt zur Verfügung. Dieses Jahr war es endlich soweit, der Icon ging durch die Zulassung (mit Faltleine getestet) und trifft - gerade rechtzeitig zu einem prognostizierten Wochenend- Hochdruckwetter - in der Größe 24 in unserer Redaktion ein. So fliehen wir Ende August in den sonnigen Süden, weg von der hartnäckigen Inversionslage des Nordens, hin zu vielversprechender Spätsommer-Thermik im Herzen der Dolomiten. Und tatsächlich: Am Col Rodella/ Südtirol erwarten uns drei intensive Testtage mit famosen Steigwerten jenseits von + 5 m/sec. Gleich am ersten Tag katapultiert mich die knackige, nordwinddurchmischte Thermik mehrmals über die berühmt-berüchtigten Steilwände des Sellastocks, Langkofel und Marmolada. Der Icon und ich werden ordentlich durchgeschüttelt, doch genau so sollen ja Testflüge sein ...

Konstruktion, Materialen, Design

Der Icon mit seinen 71 Zellen wurde als lupenreiner Dreileiner konzipiert. Laut Entwicklerteam ist der imposante Hochleister mit Streckung 6,9 eine komplette Neukonstruktion. Dazu Christian Amon, Mitkonstrukteur des Icon und Testpilot bei Mac Para: „Einige Konstruktionsmerkmale, z. B. die Eintrittskante, wurden vom Magus Projekt übernommen. Die völlige Neukonstruktion hat mit dem Magus XC2 gar nichts mehr zu tun. Die Planform ist eigen, auch ein neues, speziell für den Schnellflug entwickeltes Profil wurde eingesetzt. Es wurde sehr viel mit Spannung experimentiert, daraus resultiert die ansprechende Stabilität und Leistung des Icon. Insgesamt wurden sieben Prototypen gebaut.“ Basierend auf der „leading edge technology“ von Mac Para vereint der Icon das Know-how des erfolgreichen Elan sowie des Wettkampfflügels Magus 9. Das Resultat, so Mac Para, ist ein leichter Hochleister mit den Sicherheitsaspekten des Elan und der außergewöhnlichen Gleitperformance eines Wettkampfflügels. Dementsprechend werden als Zielgruppe vor allem erfahrene, ambitionierte XC-Piloten angesprochen.
Die weiteren Icon-Konstruktionsmerkmale sind: eine markante Shark Nose mit aufgenähten Verstärkungen (Mylareinsatz) in Kombination mit klassischen Plastikdrahtversteifungen (Stäbchen). Diese Versteifungen sind am Obersegel durchgehend verbaut - in der Praxis allerdings „gestückelt“. Das heißt, im Nasenbereich kommen dickere Kunststoffdrähte (2,3 mm), im hinteren Teil etwas dünnere (1,6 mm) zum Einsatz. Darüber hinaus wurden beim Icon sogenannte Rigidfoils verbaut. Diese dünnen, relativ kurzen Versteifungen sind zusätzlich zwischen den Eintrittsöffnungen platziert und vernäht. Das obligate 3D-Shaping am Obersegel bildet gleichzeitig den farbigen Designübergang. Gleichermaßen komplex präsentiert sich das Icon-Innenleben: Die Querbelüftung erfolgt durch exakt dimensionierte Cross Ports in den Profilrippen. Jede tragende Profilrippe wird an drei Leinen aufgehängt. Diese sind im Profil vernäht und verstärkt. Zwischen den einzelnen Stammleinengruppen sind spezielle Spannbänder eingenäht, die die Segelspannung regulieren. An der An- und Abströmkante wurde zudem jeweils ein dehnungsarmes Band eingenäht, das für eine ausgeklügelte Spannungsverteilung über die gesamte Kappe sorgt. Miniribs am Achterliek sorgen letztendlich für perfekte Abströmung. Mac Para Gleitschirme entstammen zu 100 % aus europäischer Produktion, sie werden in Tschechien entworfen, gebaut, getestet als auch kontrolliert. Der Verwendung erstklassiger Materialien wird ein hoher Stellenwert eingeräumt: Beim Obersegel kommt das Skytex 38 Classic zur Anwendung, bei Rippen und Diagonalsegmenten das Skytex 40 Hard und beim Untersegel das Skytex 27 Classic. Die Abspannung erfolgt über insgesamt 104 Aufhängepunkte. Die Galerieleinen des Icon bestehen aus unummantelten Ara- mid-Leinen von Edelrid mit unterschiedlichen Querschnitten, die Stammleinen/Bremsleinen aus ummantelten Dynema-Polyester-Leinen von Lyros (PPSL 191 u. 160). Der 12-mm- Tragegurt von Cousin ist hervorragend verarbeitet und besitzt einen separaten Baby-A- Gurt, leichtgängige Harken-Rollen, Bremslei- nen-Umlenkrolle, Wirbel an der Bremsleine sowie große Schlaufen am C-Tragegurt. Die Edelstahl-Leinenschlösser sind mit Gummiringen gegen ungewolltes Verrutschen der farblich voneinander abgesetzten Leinen gesichert. Alles in allem ein wohldurchdachtes Setup für den ambitionierten XC-Piloten. Der Icon kommt in drei Größen (78 bis 125 kg Startgewicht) und serienmäßig in den zwei Standardfarbkombis weiß/rot und gelb/orange, auf Wunsch sind Sonderfarben erhältlich.

Start

Den Icon 24 ganz oben mit 97 kg beladen starte ich am Col Rodella und steuere sofort in Richtung „Hausbart“ auf der Ostseite zu. Dort kämpft bereits ein beträchtlicher Pulk von rund 25 Piloten um jeden Höhenmeter in der zähen Vormittags-Inversion. Der Icon startet für einen Hochleister vergleichsweise einfach. Er füllt sich rasch und verlässlich - quasi „als Block“ — in seiner ganzen Spannweite mit Luft, und dies auch bei Windstille. Die Kappe fährt zügig an, da gibt es kein Hängenbleiben, selbst bei flachen Startplätzen. Je nach Starttechnik, Windverhältnissen und Gelände kann man beide A-Gurte bzw. alternativ nur die mittleren A-Gurte zum Aufziehen verwenden. Um den Aufziehvorgang und damit die Startstrecke auch bei schwierigen Verhältnissen möglichst kurz zu halten, haben sich zwei Methoden bewährt:

1.  Vorwärts — man darf durchaus einen Schritt Richtung Kappe zurückgehen, um mit mehr Schwung und Impuls den Gleitschirm aufziehen. Der Icon „verträgt“ einen derartigen „Powerstart“ normalerweise gut, ohne auszubrechen, abzuknicken oder sich zu verwinden.
2. Rückwärts — mit „normalem“ Anfangsimpuls, dafür stetigem Zug in Richtung Zenit fuhren. Während der Aufziehphase beschleunigt der Flügel selbständig und neigt speziell bei Gegenwind zum Vorschießen. Vor allem bei Starkwind muss man ab und an schon beherzt in die „Eisen “greifen, um den pitch- freudigen Flügel rechtzeitig zu stoppen. Auch bei steifer Brise bleibt der Flügel recht manierlich am Boden liegen („Hockertypus“), kann jedoch — wie jeder hochgestreckte Flügel — dann und wann mit den Außenflügeln schlagen. Während das Vorschießen und Abstoppen bei Gegenwind (in der Hochleisterklasse mehr die Regel denn die Ausnahme) an routinierte Piloten keine Ansprüche darstellen sollte, bedeutet die Steigfreude des Icon vor allem bei Nullwind oder leichtem Rückenwind ein hohes Maß an Zuverlässigkeit. Der Icon ist außerdem für den Windenschlepp zugelassen und eignet sich trotz hoher Streckung aufgrund seiner Steigfreude und Spurtreue vergleichsweise gut dazu. Letztendlich sollte der Icon aufgrund seiner gefälligen Startweise auch an Aufsteiger aus der C-Klasse keine zu hohen Start-Anforderungen stellen.

Flugverhalten

Richtungsstabil und spurtreu pflügt der Icon mit einem Trimmspeed von rund 40 km/h durch die Luft. Der markante Kappeninnen- druck ist omnipräsent, wird jedoch je nach Beladung durchaus unterschiedlich wahrgenommen: Oben beladen vermittelt die Kappe einen merklich härteren Eindruck und kann in starker Thermik schon mal kräftiger pitchen. Andererseits liegt der Flügel dann ausgesprochen satt in der Luft und besticht durch ein noch präziseres Handling. Mit 90 kg (mittlere Beladung) fliegt sich die Größe 24 spürbar „weicher“, die Kappe zeigt sich mitteilungsfreudiger und kann sich in bockiger Luft auch verwinden. Der Steuerdruck ist im Arbeitsbereich — je nach Beladung — gering bis moderat. Der Icon offeriert ein feines, verblüffendes Kurvenhandling: Er kann als „agiler Flachdreher“ bezeichnet werden! Der wendige Flügel reagiert auf Steuerimpulse absolut direkt und verzögerungsfrei. Alleine durch Gewichtsverlagerung lassen sich superflache Kurven mit minimalem Höhenverlust fliegen. Gewichtseinsatz und kurzer Zug an der kurveninneren Steuerleinen erlauben flotte Richtungswechsel, die hohe Streckung steht beim Icon in keinem Widerspruch zu seiner vortrefflichen Wendigkeit.

Thermikflug

Ich drehe im Leebart des Langkofel auf, um Basishöhe in 3.400 m zu machen. Der Icon wurde auf Leistung getrimmt, er zieht somit mit spürbarer Überfahrt in den Aufwind, um sich anschließend im Thermikkern regelrecht zu verbeißen. Der Schlauch bockt unangenehm im Nordwind, dann zieht er endlich mit Steigwerten von 3-4 m/s bis zur Wolke durch. In der Thermik glänzt der Icon vor allem dank seiner Präzision und Agilität. Der Flügel gehorcht wie auf Knopfdruck, er setzt jeden Zentimeter Steuerinputs oder jedes Kilogramm an Gewichtseinsatz in die gewünschte Schräglage um. Das funktioniert so: Sitzt man z.B. nach sechs Stunden Flug sichtlich ausgelaugt und unbeweglich im Gurtzeug (z.B. mit voller Blase ...), lässt sich der wendige Hochleister gänzlich ohne Gewichtsverlagerung - lediglich mit Bremseinsatz - perfekt in das Thermikzentrum setzen. Klar können das alle Schirme, doch dem Icon scheint ein „schlampiger“ Kurvenstil, ein Herumwürgen im Bart auch leistungsmäßig kaum zu schaden, unverdrossen zieht er saubere Kreise in den Himmel. Oder umgekehrt: Sind die Schultern müde und ausgelaugt oder die Hände klamm vor Kälte, begnügt sich der Icon notfalls lediglich mit „Popo-Steuerung“. Auf Gewichtsverlagerung reagiert die Kappe ebenso exakt und nimmt die gewünschte Schräglage ein, ohne abzutauchen bzw. zu graben. Stets gibt einem der Flügel das Gefühl, sehr effizient in der Thermik zu kreisen, und das tut man mit dem Icon zweifelsohne! Da gibt’s kein Schieben, Gieren oder ständiges „Ohrenwackeln“. Im Lee bzw. in einem windzerrissenen Bart muss der flotte Hochleister schon mal kräftiger an die Zügel genommen werden. Er kann dann häufiger pitchen, Stöße über die Tragegurte verteilen und ebenfalls hebeln. Selbst wenn in derart schwierigen Bedingungen immer wieder Pilo- teninputs gefordert sind, zeigt doch die Kappe auch in einem wütenden Bart überraschend viel Homogenität und steckt Turbulenzen gut weg. Erstaunlich, wie stabil der gesamte Flügel bleibt, auch wenn er zu einem „wilden Ritt“ gezwungen wurde. Die Größe 24 mit 94—97 kg beladen, erscheint mir nach zahlreichen Vergleichsflügen für starke Thermiken die beste Wahl zu sein. Bedenken, der Icon könnte hochbeladen im Kurvenflug „graben“ oder uneffizient steigen, können zerstreut werden: Der hervorragende Thermikverwerter trotzt auch mit hohem Startgewicht der Schwerkraft absolut überzeugend! Überraschenderweise gewährleistet der Icon mittig beladen, z. B. mit 90 kg, durchaus noch ein feines Thermikhandling, benötigt jedoch dann in harziger Luft häufigere Korrekturen und Inputs an der Bremse, um den Außenflügel zu stützen. Steigeffizienz mit 90 kg: bombastisch!

Beschleunigter Flug

Im Vollgas nehme ich die erste Talquerung Richtung Rosengarten - je nach Beladung fliegt der Icon um rund 15—17 km/h schneller als im Trimm und erreicht damit bis zu 57 km/h Topspeed. Beschleunigt gleitet der Flügel - gemessen an den Mitbewerbern der D-Klasse - absolut kompetitiv. Der angenehme Pedaldruck schont die Wadeln und erlaubt somit lange Vollgas-Runs. Der Beschleunigerweg liegt bei 45 cm. Die Spurtreue ist - vollbeschleunigt - überdurchschnittlich hoch. Die hochgespannte Kappe arbeitet selbst in unruhiger Luft wenig in sich, lässt im Gegenzug jedoch das Feedback etwas vermissen. Den Grenzbereich, wo ein Klapper droht, kündigt der Icon spät an, am ehesten signalisiert er ihn mit den Außenflügeln. Werden diese weich, sollte umgehend ein- gegriffen werden: Entweder Gas drosseln oder Pitchkontrolle über die C-Schlaufen anwenden. C-Steering gestaltet sich durch die großzügigen C-Handles absolut komfortabel, wie bei den meisten Dreileinern üblich, knickt der Flügel bei stärkeren Pitchkorrekturen hinter der B-Ebene sichtbar ab. Fantastisch, wie der Icon effektiv gegen den Wind penetriert!
Beim Rückflug vom Rosengarten Richtung Sellastock hat mittlerweile der Ostwind zugelegt. Ich muss gegen den Wind ankämpfen und genieße den tollen Durchzug des Icon. Der Flügel entwickelt schon bei Halbgas richtig Dampf - trotz 7 km/h Gegenwind geht’s flott über Pordoi und Canazei in Richtung berühmtberüchtigte Marmolada-Südwand ...

Spaßfaktor & Extremflugverhalten

Dort an der senkrechten Felswand böllert mir der grantige Leebart regelrecht ins Untersegel, es bockt, ich drehe ein und nach einem wilden Ritt auf 3.800 m spuckt mich der gefürchtete Marmolada-Turbobart unsanft aus. Baaam ... ein kurzer Knall ... ich kassiere einen satten Frontklapper ... die Kappe öffnet sofort wieder und fährt sauber an ... das war’s schon. Beim Icon gestalten sich Frontklapper aus dem Trimmspeed zumeist unspektakulär, die Kappe öffnet selbständig und fährt zumeist symmetrisch an, bei mäßigem Vorschießen. Beschleunigte Frontklapper verlaufen klarerweise anspruchsvoller: Die Kappe kann schon mal asymmetrisch anfahren oder eine Rosette bilden und dabei kleine Verhänger produzieren. Auch die Schießtendenz ist infolge ausgeprägter. Wie das Manöver letztendlich abläuft, hängt stark von der Einleitung ab. Dazu vermerkt Mac Para in der Betriebsanleitung ausführlich: „Zum Auslösen dieses Manövers fasst man pro Seite die zwei äußersten A-Leinen ca. 10 cm über den Leinenschlössern. Nicht die Tragegurte nehmen! Die mittleren A-Leinen bleiben unangetastet. Am Anfang des Ziehens muss der Zug in Richtung Körper langsam verlaufen und erst nach dem Zug von ca. 5 cm kann dann schwungvoll nach unten gezogen werden. Idealerweise verkürzt man die gehaltenen Leinen durch eine Drehung der Hände, um dann, in einer zweiten Phase, die so gedrehten Hände schwungvoll zum Körper zu ziehen. Auf diese Weise wird der bei der Zulassungsprüfung durchgeführte Frontstall (40 % der Flügeltiefe) korrekt durchgeführt. Zieht man alle A-Trage- gurten nach unten, kann ein größerer Frontstall über die gesamte Tiefe des Flügels ausgelöst werden, der bis zum Totalzerstörer führt, wenn nicht rechtzeitig mit den Bremsen reagiert wird. Bei dieser Durchführungsart erhöht sich das Risiko eines Verhängers.“ Wir haben bei den getesteten Extremflugmanövern die Einleitung auf verschiedene Weise ausprobiert und auf die Montage einer Faltleine verzichtet. Die Ergebnisse waren erwartungsgemäß recht „gestreut“, doch in über 40 h Airtime konnten wir das Verhalten des Icon auch in „freier Wildbahn“ recht gut beobachten und reproduzieren. Bei Seitenklappern zeigt der Icon ein ähnliches Bild wie bei Frontklappern: Aus dem Trimmspeed verlaufen Seitenklapper überschaubar ab, Wegdrehen und Vorschießen sind gut zu kontrollieren. Bei Vollgas-Seitenklappern hilft wie immer eine rasche Hand. Drehen und Schießen kann beim Icon gut gestoppt werden, eine gewisse Tendenz zu Verhängern und Gegenklappern ist wie bei vielen Hochleistern vorhanden. Gibt’s mal eine Krawatte, kann der Icon sehr gut gestützt und auf Kurs gehalten werden (am besten halb beschleunigt).

Abstiegshilfen

Steilspirale
Mit gehörigem Punch und Dynamik dreht der Icon willig in die Steilspirale und produziert bei Sinkwerten jenseits der -10 m/s-Marke hohe g-Kräfte. In der Rotation liegt der Flügel solide und stets gut kontrollierbar in der Luft. Die Ausleitung sollte vorrausschauend und aktiv erfolgen, dreht doch der durchzugsstarke Flügel flott nach und steigt anschließend zügig weg. Für den schnellen Notabstieg optimal geeignet, hohe g-Belastungen lassen ein Anti-g-System in Betracht ziehen.
Ohren anlegen
Mit dem separaten Baby-A-Gurt ist der Vorgang einfach einzuleiten. Ruhig angelegt bleiben die Ohren jedoch nicht. Sie schlagen zwar nicht wild herum, öffnen sich auch nicht ruckartig, doch der äußere Teil flattert markant im Fahrtwind. Im Trimmspeed öffnen sich die Ohren selbständig, in Kombination mit dem Beschleuniger bleiben sie nach dem Freigeben zumeist eingeklappt und müssen aufgepumpt werden. Dies geht absolut rasch und zuverlässig.
B-Stall
Der B-Stall ist mit dem Icon nur mit sehr hohem Kraftaufwand einzuleiten. Auch das Halten kostet viel Kraft. Bei stärkerem Zug giert die Kappe zusehends und kann eine Rosette bilden. Die Ausleitung erfolgt sauber mit stärkerem Nicken. Für den Schnellabstieg weniger geeignet, der Steilspirale ist klar der Vorzug zu geben.

Fazit

Das lange Warten hat sich gelohnt - mit dem Icon haben Peter Recek und sein Team ein ausgereiftes Konzept in die Tat umgesetzt. Die Stärken des tschechischen Hochleisters sind mannigfaltig: allen voran sein rundes, gefälliges Thermikhandling, die hohe Steigfreude, eine präzise Steuercharakteristik und viele PS, Punch und Dynamik gegen den Wind! Außerdem punktet er durch sein zuverlässiges Startverhalten. In ruppiger, starker Thermik benötigt der durchzugsstarke Gleiter schon mal eine rasche Hand, dann, wenn sich der Außenflügel im Aufwind „verbeißt“, die Kappe spürbare Stöße über die Tragegurte verteilt oder sich zum verstärkten Pitchen hinreißen lässt. Andererseits offeriert der rassige Hochleister auch eine überzeugende Portion Stabilität und Homogenität. So sind die Außenflügel überdurchschnittlich stabil und der kompakte Flügel ist genauso in harzigen Bedingungen stets hervorragend zu manövrieren bzw. zu kontrollieren. Ähnlich wie der Elan strahlt der Icon, wenn es brenzlig wird, durch sein ausgewogenes Handling viel Vertrauen aus. Und definitiv stimmt die Leistung: Die Performance des Icon im Steig- und Gleitflug braucht in der Klasse keinen Vergleich zu scheuen, auch leistungsverwöhnte D-Piloten werden voll auf ihre Kosten kommen. Komfortverwöhnte Aufsteiger vom Elan werden unbestritten das pflegliche Handling schätzen, sollten dessen ungeachtet ins Kalkül ziehen, dass der Icon in unruhiger Luft dann doch deutlich häufiger Piloteneingriffe benötigt und auch klarerweise ein klassentypisch anspruchsvolleres Extremflugverhalten aufweist. Diesem „Mehraufwand“ steht natürlich ein beträchtliches Leistungsplus gegenüber.

PILOTENKOMMENTAR

Der Icon hat mich überrascht: Sein Thermikhandling ist vom Feinsten, präzise und effizient empfand ich selbst in harzigen Bedingungen sauberes Zentrieren als keinen anstrengenden Kraftakt. Der dynamische, drehfreudige Flügel braucht zwar in turbulenter Luft manchmal eine rasche Hand (Thermikbiss), punktet dafür mit überdurchschnittlich hoher Steigperformance. In rund 40 h Airtime mit teils harzigen Bedingungen präsentierte sich die Kappe vor allem im Trimm ausgesprochen stabil. Im Gas/ Vollgas gleitet der Icon überaus effektiv, benötigt allerdings infolge seiner gelegentlichen Pitchfreudigkeit einen etwas aktiveren, variablen Flugstil (C-Steering in Kombination mit Gas drosseln).In Hinblick auf seine Gesamtperformance reiht sich der tschechische Hochleister in überzeugender Weise unter die aktuellen Top-Geräte der D-Klasse ein.

Was uns gefiel: feines Rollmoment, vortreffliche Penetration gegen den Wind, schnittige Outline
Was anders ist: großzügige C-Handles
Was uns fehlt: nichts 

KURZBEWERTUNG
STARTEIGENSCHAFTEN
Vorwärtsstart
****
fasst gut Luft, kommt zuverlässig hoch, spurtreu, muss am Zenit in der Regel gestoppt werden
Rückwärtsstart
*****
grundsätzlich einfach, startet bei konstantem Zug an den A-Leinen auch bei Nullwind zuverlässig,
Starkwindhandling
****
trotz hoher Streckung spurstabil und gut zu korrigieren, Ohren können schlagen, Kappe bleibt „brav" am Boden liegen, Schießtendenz
FLUGVERHALTEN Agilität/Wendigkeit
*****
stets agil und wendig, fein abgestimmtes Rollmoment, in bockiger Luft pitch-freudig, muss dann ab und an stärker abgebremst werden
Steuerverhalten
*****
kurzer Steuer- bzw. Arbeitsweg, angenehmer Steuerdruck, setzt Impulse direkt und verzögerungsfrei um
Klappverhalten
****
unbeschleunigte Front- und Seitenklapper überschaubar, im Vollgas klassenkonformes Wegdrehen und Vorschießen, bei beschleunigten Klappern Verhängerund Gegenklappertendenz, Flügel lässt sich gut stützen
Beschleunigter Flug
****
kurzer Beschleunigerweg, angenehmer Pedaldruck, spurtreu, großzügige C-Schlaufen, toller Topspeed und Durchzug gegen den Wind, Grenzbereich etwas schwer zu erfassen
Dämpfung/Stabilität
****
stabile Außenflügel, stets guter Kappeninnendruck, gut beladen kaum Tendenz sich zu verwinden, kann etwas hebeln, sollte in ruppiger Luft oben beladen werden
ABSTIEGSHILFEN Ohrenanlegen
***
einfach mit Baby-A-Gurt einzuleiten, Ohren schlagen nicht, flattern jedoch im Wind, Ausleitung im Trimmspeed selbstständig, mit Beschleuniger aufpumpen
B-Stall
***
Einleitung erfordert viel Kraftaufwand, anstrengend zu halten, Tendenz sich zu verwinden
Steilspirale
****
geht flott auf die Nase, perfekt zu kontrollieren, dreht ab -10 m/sec stark nach, starkes Aufbäumen beim Exit
Eignung erfahrene, ambitionierte XC- und Wettkampfpiloten
Wertung * mangelhaft ** durchschnittlich  *** gut
**** sehr gut ***** ausgezeichnet

 

Review by Ziad Bassil

Test with Icon 24

The last Mac Para EN-D glider I test flew in February 2011 was the Magus XC2. I still remember a comfortable glider, with very good climb rate at the time, inside the D category.

After five years, Mac Para launched the ICON, with 7 aspect ratio, and with a clean 3 line configuration.
The Icon has a strong shark nose, and full unsheathed lines.

I flew the Icon 24 from 93 till 98 all up.
Launching the Icon 24 is very easy and smooth. The glider inflates as a block without any structure movement. In 5 km/h wind, a gentle and steady pull will place it quickly overhead. In strong wind, the pilot must control the surge, which is really easy for the D cat.

Flew the Icon in different conditions, from smooth thermals to turbulent ones, and surprisingly, the Icon strongly remind me of the feeling I got when I flew the Elan !
Of course the Icon needs more active piloting, but this ‘shock absorbent’ feel is present !

The Icon 24 has a similar comfort of the Mantra 6 but with a slightly softer feel in turbulent bumps!
Actually I found it best to fly the Icon 24 near the top weight for a more compact feel and enhanced homogeneity.

The trim speed is around 39 km/h and the top speed is at 57 km/h taken at 1000 ASL fully usable!

Applying bar, from the first half, to top speed, the Icon has a very good glide angle and an efficient usable speed range.

The handles on the C have lots of pressure and slightly harder to pull than the M6, even at full speed, but usable to dump some surges if the pilot is used to that method.

The glide angle at trim and especially accelerated is competitive in the middle of this very competitive D category.

The strong point of the Icon, is the float ability and the climb rate especially in weak conditions.
A good pilot can stay endlessly in weak cores waiting for a stronger lift !
The Icon doesn't dive in turns. The brake pressure is moderate, with 25 cm to steer the glider and nice agility in smooth cores. It gives the D pilot an efficient flat turn, with smoothness and efficiency.

The Icon 24 has moderate to good agility in disorganized thermals, slowing the turning ability a bit, and giving the impression of a solid homogenous glider.

Entering the moderate thermals the Icon 24 slows a bit and enters smoothly with a positive vario without any excess in pitching.
Strong thermals and bumps needs a loaded Icon, with some bumping and back pitch presence, but fairly small and quite manageable.

Big ears are stable and stays tucked, in smooth air. In turbulence they have tendency to reopen. The structure stays solid, with no wobbling or shaking. They are efficient and applying bar during ears give a better sink rate.

Conclusion :

Any pilot who flew the Elan for Mac para, will find that same pillow feel under the Icon, with of course more pilot control.
The performance over the Elan is obvious, logical and well targeted. The Icon will inspire confidence to any D pilot, and has enough overall performance to keep him well satisfied.
It seems again that the “fly in peace” motto, of Mac Para is not just some marketing words, rather than a true commitment towards the pilots in our small, but magical flying community:-)

Update: After later attempts on glide with an M6 SM, I think the Icon 24 has the edge in head wind efficiency with a slightly faster trim speed.

This is again a fun video showing the gliders in the air. Those three gliders are really nice and each one gave me plenty of flying pleasure. Some favor climb, other favor glide, but they are indeed really nice and balanced EN-D wings, for experienced XC flying pilots.

 

Ziad Bassil

Materialien

 

Obersegel Eintrittskante:Skytex 38 Classic - E25A, 38 g/m2
Obersegel Hinterkante:Skytex 38 Classic - E25A, 38 g/m2
Untersegel:Skytex 27 Classic - E71A, 27 g/m2
Hauptrippen:Skytex 40 Hard     - E29A, 40 g/m2
Querverstrebungen:Skytex 40 Hard     - E29A, 40 g/m2
Zwischenrippen: Skytex 38 Classic - E29A, 38 g/m2
Gallerieleinen:Edelrid Aramid/Kevlar 8000/U
-50 kg; -70 kg; -90 kg; -130 kg
Stammleinen:PPSL 160; 191

 

Der Icon wird aus bewährten Materialien mit bekannter Qualität und Haltbarkeit hergestellt: Skytex 38 Classic von Porcher Sport. Für alle Rippen und Diagonalrippen verwenden wir Skytex 40 Hard mit E29 “hard finish” Beschichtung. Dieser Mix gibt dem Schirm den Vorteil sowohl leicht als auch langlebig zu sein. Die verschiedenen Teile werden so verarbeitet um ein möglichst sauberes Segel zu erhalten.

Spezifikation

 
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24
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26
Icon
29
Zoom [%]95100104.5
Fläche ausgelegt [m2]23.8326.428.83
Fläche projiziert [m2]20.2722.4624.53
Spannweite ausgelegt [m]12.8313.514.11
Streckung ausgelegt6.96.96.9
Flügeltiefe [m]2.32.422.53
Anzahl Zellen717171
Schirmgewicht [kg]5.55.96.3
Startgewicht [kg]*78-9890-112100-125
Min. Geschwindigkeit [km/h]24-2624-2624-26
Trimmgeschwindigkeit [km/h]39-4039-4039-40
Max. Geschwindigkeit [km/h]55-5855-5855-58
Gleitzahl max.+11+11+11
Min. Sinken [m/s]1.051.051.05
ZertifizierungLTF/EN-DLTF/EN-DLTF/EN-D

 * Startgewicht = Nacktgewicht + ca. 20 kg

 


Zertifizierung

Design

 

 Design Icon

 

 

Custom Special Design ICON

CLICK HERE you can printed special design on paper, or print to pdf. 

 

Skytex range
Value 8/8 is most resistant to UV

 Skytex Blue  Skytex Red  Skytex Yellow  Skytex Lime
 Skytex Orange  Skytex Violet  Skytex Gold  Skytex Bordeaux
 Skytex Black  Skytex White  Skytex Grey  Skytex Bronze

 

 

Gallerie

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